Atlantis-Datenbank

Bitte lesen Sie den folgenden Text, bevor Sie die Datenbank konsultieren!

Die Datenbank ist in einzelne Bereiche mit den folgenden Überschriften gegliedert:

1. Lernplattformen in Minderheitensprachen
2. Entwicklungen im Bereich der Sprachübersetzungstechnologie
3.
Informations- und Kommunikationstechnologie: Regionalpläne, Computersoftware und Internetanwendungen
4. Kulturelle digitale Ressourcen und sprachliche Vielfalt
5. Konvergenz und audiovisuelle Medien in den Minderheitensprachen
6. E-Publishing und Minderheitensprachen

 


Jede dieser sechs Kategorien ist nun im Detail erklärt.


1. Lernplattformen in Minderheitensprachen

Das Lernen mit Online-Medien bietet kleineren Gruppen, deren Angehörige über größere Distanzen verstreut sind, eine kostengünstige Möglichkeit zum Austausch von Information und Kommunikation. Besonders die Sprecher von Minderheitensprachen können davon profitieren. In diesem Bereich wurden Informationen darüber zusammengetragen, inwiefern Online- Lernplattformen in den untersuchten europäischen Regionen Angebote und Bedürfnisse der jeweiligen ansässigen (Sprach-)Minderheit integrieren. Alle unterschiedlichen Ebenen von Bildungsprogrammen und —Medien wurden berücksichtigt.

Die Informationen über die vorgestellten Webseiten und Angebote sollen den Benutzern der Datenbank zeigen, wie die einzelnen Wissensressourcen den Sprechern einer Minderheitensprache zugänglich gemacht werden.


2. Entwicklungen im Bereich der Sprachübersetzungstechnologie

Sprachübersetzungstechnologie ist für Minderheitensprachen ein Bereich, in dem sich noch vieles erreichen ließe. Die Zielsetzung von Programmen für die Übersetzung von e-Mails, Webseiten oder Diskussionsgruppen verlangt nach angemessenen technologischen Lösungen für die jeweiligen Sprachpaare (die Sprachen der Minderheiten und die offiziellen Staatssprachen). Bevor man diese sehr komplexen Aufgaben bewältigen kann, müssen verschiedene Grundvoraussetzungen erfüllt werden: Es bedarf elektronischer Korpora, Wörterbücher, Rechtschreibhilfen, Grammatiken etc. Diese Entwicklungen zielen auf Nutzung der Minderheitensprachen beim Online- Lernen, in Verwaltungsabläufen und beim e-Publishing.


3. Informations- und Kommunikationstechnologie: Regionalpläne, Computersoftware und Internetanwendungen

Die meisten Regionen innerhalb der EU verfügen mittlerweile über regionale Pläne zur Technologieentwicklung, welche die Richtlinien für kommende Entwicklungen auf dem Weg in die Informationsgesellschaft vorgeben. Es wurde analysiert, in welchem Ausmaß die betroffenen Minderheitensprachen explizit oder implizit integriert, aber auch wie weit Computersoftware und Internetanwendungen entwickelt sind.


4. Kulturelle Digitale Ressourcen und sprachliche Vielfalt

Entwicklung, Verwaltung und Zugriff auf digitale Ressourcen im Kontext des sich entwickelnden e-Commerce können nicht ohne digitale Medienmanagementsysteme geleistet werden. Diese Systeme wurden in Verbindung mit ihrer regionalen Verbreitung untersucht. Das Ausmaß, in dem dieses in den einzelnen Regionen der EU bereits geschieht, wurde untersucht. Die Entwicklung von angemessenen Suchmaschinen (im weitesten Sinne) ermöglicht die angemessene Nutzung digitaler Ressourcen auch ausserhalb des kommerziellen Sektors der Neuen Medien. Lernen durch Online- Angebote wird in der nahen Zukunft noch stärker auf die Verwendung derartiger Ressourcen gestützt sein. Die von der EU ausgehende „e-Content" Initiative ist in diesem Zusammenhang ein wichtiger Faktor.


5. Konvergenz und audiovisuelle Medien in den Minderheitensprachen

Viele der einzelnen Minderheitensprachgruppen verfügen bereits über audiovisuelle Medien (Radio und/oder TV). Der Übergang von rein analogen Ausstrahlungen hin zu digitalen Übertragungen, den einige Sprachgruppen bereits vollziehen, eröffnet ein neues Potential für Konvergenzprozesse. Zunehmend werden audiovisuelle Produkte bereits in einem digitalen Format hergestellt. Dieser Umstand ist von großer Bedeutung für die Entwicklung von Lernmedien und nutzerfreundlichen Lernplattformen, die das Potential für eine „digitale Demokratie" deutlich vergrößern.


6. E-Publishing und Minderheitensprachen

Elektronische Publikationen aller Art finden sich bereits in den meisten Minderheitensprachen, wenn vielleicht auch nur in Form von Websites. Die Möglichkeit Zeitungen und Zeitschriften preiswert zu veröffentlichen hat sich nicht zuletzt durch das Internet enorm erhöht. Den Verlauf derartiger Entwicklungen zu dokumentieren war ein wichtiger Bestandteil der Untersuchungen.