Ziele
Wofür das ATLANTIS- Projekt steht
Die voranschreitende Globalisierung sowie die Weiterentwicklung und Verbreitung digitaler Technologie in der Informationsgesellschaft schaffen neue Möglichkeiten zur Verwendung "kleiner" Sprachen in Form von Foren und Computer-Anwendungen. Jedoch variiert das Ausmaß an Know-How, auf welches die Sprachgemeinschaften dabei zurückgreifen können, oft in Abhängigkeit von ihrer jeweiligen Größe. Solange diese Gemeinschaften keine besondere Unterstützung erfahren, besteht die Gefahr, daß neue (digitale) Netzwerke sich ausschließlich in den größeren Sprachen bilden werden; besonders die etablierten Staatssprachen sind in schnell wachsenden Bereichen wie dem Internet deutlich im Vorteil. Somit benötigen gerade die kleineren Sprechergemeinschaften, und hier besonders diejenigen, deren Sprache keine offizielle Staatssprache ist, eine Reihe von Produkten, welche auf die neuen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Sie brauchen Plattformen, über die sie Initiativen mit Partnern koordinieren können, deren Sprachen vor einer ähnlichen Herausforderung stehen.
Was man auf der ATLANTIS-
Webseite finden kann
Dieses Projekt besteht aus einer Webseite, die eine Weiterführung der EUROMOSAIC-Studie und seiner sechzig Berichte zu einzelnen Sprachgruppen darstellt. (http://www.uoc.es/euromosaic)
Das ATLANTIS- Observatorium präsentiert auf diesen Seiten sowohl Untersuchungsergebnisse in Form von sechs Endberichten als auch eine Reihe von Links zu weiteren Ressourcen in den sechs Kategorien, in Form einer Datenbank mit Suchfunktion.
Der Endbericht stellt diejenigen Bereiche, Projekte und Technologien vor, die aus der Sicht der Projektinitiatoren und Forscherteams das größte Potential haben, erstrebenswerte Effekte bei der Bewahrung und Weiterentwicklung der Minderheitensprachen zu erzielen.
Arbeitsplan und Zeitablauf
Die Arbeit am Projekt begann im Frühjahr 2001 und wurde innerhalb eines Jahres abgeschlossen. In dieser Zeit wurde ein Fragebogen zur Datenerhebung entwickelt und an Institutionen und Experten in Schlüsselpositionen für 21 Minderheitensprachen innerhalb der Europäischen Union, die keine offizielle Staatssprachen sind, verschickt. Später wurden aus diesen Daten die ATLANTIS- Webseite und die Datenbank entwickelt. Verwenden Sie diesen LINK, um einen Überblick über die sechs Endberichte und die Struktur der Datenbank zu erhalten.
Die Forscher planen, EU- Mittel zu beantragen, um in Phase 2 des ATLANTIS- Projekts die Datenbank voll zugänglich zu machen. Neue Partner oder Kunden sollen gewonnen werden, um die vorhandenen Ressourcen weiter auszubauen.
Die Ergebnisse unserer Forschungen für diese Phase l des ATLANTIS- Projekts
können als Plattform für weitere Bemühungen genutzt werden, Minderheitensprachen
mit Hilfe digitaler Medien ein Forum zu verschaffen. In diesem Fall soll die
Datenbank von einer unabhängigen Organisation weitergeführt werden.